Odysseus !
"Hemme des Fahrzeugs Eile!"

Ob sich das Tempo wirklich noch drosseln lässt?
Der KonzertChor Stuttgart, stuttgart vokal, der Kölner Männer-Gesang-Verein (bekannt für sein großes kölsches Chor-Musical „Divertissementchen“), der Frauenchor BonnSonata und der Mädchen- und Frauenchor der Schola Cantorum Leipzig sind nicht mehr zu bremsen: Seit September 2025 laufen die Vorbereitungen und Proben der 250 Sängerinnen und Sänger für die gemeinsamen Aufführungen des Odysseus von Max Bruch in der Kölner Philharmonie und der Stuttgarter Liederhalle auf Hochtouren.
Odysseus bietet Ihnen die einmalige Möglichkeit, neben den fünf Chören auch das professionelle Orchester "ensemble scatenato" spielen zu hören und in den Genuss dreier Solisten zu kommen: Lernen Sie Samantha Gaul als Nausikaa (Sopran), Monica Mascus als Penelope (Mezzosopran) und Martin Berner als Odysseus (Bariton) kennen.
Der Schauspieler Stefan Wilkening – bekannt u.a. aus dem Tatort Schwarzwald und den Rosenheim Cops – begleitet als Sprecher das Geschehen und rundet die Aufführung ganz wunderbar ab.
Vielleicht haben Sie ihn dieses Jahr auch bereits in dem Kinofilm „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ gesehen.
Odysseus erzählt von den langen Irrfahrten des griechischen Helden Odysseus, der nach dem Trojanischen Krieg versucht, in seine Heimat Ithaka zurückzukehren. Auf seiner Reise begegnet er zahlreichen Gefahren und mythischen Wesen wie Zyklopen, Sirenen, Hexen und sogar Göttern, während zuhause in Ithaka seine Frau Penelope und sein Sohn Telemach auf ihn warten.
Max Bruch, einer der wichtigsten Komponisten des 19. Jahrhunderts, schuf mit Odysseus 1871 sein erstes Oratorium – ein wahrlich monumentales Werk, das die Heimkehr des Odysseus in eindrucksvoller musikalischer Sprache nacherzählt. Bruch gelingt es darin, klassische Stoffe mit romantischer Klangsprache zu verbinden und eine Brücke zwischen Antike und Moderne zu schlagen. Das Werk ist reich an emotionaler Tiefe, dramatischer Spannung und feinen musikalischen Charakterzeichnungen. Gleichzeitig ist es eine lockere Aneinanderreihung musikalischer Szenen, die vor allem durch Kontraste bestechen: Es gibt spektakuläre Übergänge von Soli zu Chören, von Entsetzen und Furcht in der Totenwelt zu quasi idyllischer Seefahrt und von sphärischem Sirenengesang zum Seesturm.
Oder mit den Worten Max Bruchs ausgedrückt:
„Hemme des Fahrzeugs Eile!“ „Horch! Von fern her grollt es heran!“ „Kund ist uns alle Schönheit der Welt.“ „Komm und lausche unserem Gesang.“ „Blitzesschlangen, Blitzesschlangen…“ „Heiter genieße mit uns das Leben!“ „Nirgend ist‘s lieblicher ja, als in der Heimat.“










